Die Marktkirchen-Bibliothek Goslar


Sensationeller Fund in der Markkirchenbibliothek - Bericht Goslarsche Zeitung v. 1.11.2012



Eine besondere Kostbarkeit stellt die Büchersammlung der Marktgemeinde mit einem historischen Kernbestand von 2500 Titeln und einer Gesangbuchsammlung von etwa 1200 Exemplaren dar. Neben 115 Drucken vor 1500 (Inkunabeln) bewahrt sie einen umfangreichen Bestand von Schriften der Reformationszeit. Viele stammen von dem Halberstädter Kleriker Andreas Gronewalt, dessen Bibliothek aus noch nicht bekannten Gründen um 1535 nach Goslar gekommen war. Derzeit finden eine intensive Erforschung der Provenienzen und die Auswertung des Kataloges von 1559 statt.







Zu den Kleinoden gehören die

„Septemberbibel“ von 1522

– die erste Ausgabe des Neuen Testamentes in der Übersetzung von Luther -,

das einzige erhaltene Exemplar der ersten Auflage des

„Erfurter Färbefaß-Enchiridions“ von 1524 –

erstes Gemeinde-Gesangbuch überhaupt -,

und der

Originalbrief, den Martin Luther 1529 an die Jakobigemeinde geschrieben hat.

(Abbildungen siehe Bildergalerie)

Bildergalerie - Die Bibliothek der Marktkirche Cosmas und Damian in Goslar

Die Bibliothek war ursprünglich im 1535 errichteten Raum über der Sakristei der Marktkirche untergebracht und ist seit 1968 in einem gesonderten Magazin aufgestellt.

Die Bibliothek wird von Propst i.R. Helmut Liersch betreut und verwaltet.

Die Übersetzung des Lutherbriefes

Martin Luthers Brief an St.Jacobi: eine Spurensuche von Helmut Liersch