Welterbetag Goslar 3. Juni 2007



"1 Hektar Weltkulturerbe"

Goslar präsentierte sein Welterbe - und dazu gehört auch der "Dom"-Platz im Bereich unserer Kirchengemeinde. Es hatte sich vor gut einem Jahr ein Arbeitskreis gebildet: "resurrectio II", der zu einem würdigen Umgang mit diesem Bereich von ehemals europäischer Bedeutung auffordert. Zu dieser Gruppe gehören aus der Marktgemeinde Dierk Landwehr, Helmut Liersch, Imogen Liersch und Dorothee Prüssner; außerdem sind Mitglieder Thomas Moritz und Kuno Kohn.

Nachdem im Rahmen unserer "Amsdorfabende" mehrere Vorträge veranstaltet wurden, gab es nun eine Beteiligung am Welterbetag. Der "Dom"-Platz wurde von Fahrzeugen geräumt, statt dessen wurden die Grundrisse des Ostteiles der Stiftskirche und des Kreuzganges mit Gerüsten und Zelten provisorisch angedeutet. Einige wichtige Gegenstände wie Kaiserstuhl, Sarg des Herzens Heinrich III und Krodoaltar wurden in einfacher Bauweise an den ehemaligen Originalstandorten aufgestellt. Es wurden wissenschaftliche und handwerkliche Präsentationen gezeigt: Geophysik, Mörtelforschung, Archäozoologie, Sandstein-Geologie, Steinmetz. Bier und Speisen nach mittelalterlichen Rezepten wurden gereicht.

Ein "Memorial" für die Stiftskirche St. Simon und Judas, auch "Goslarer Dom" genannt, fand zum gemeinsamen Abschluss des Welterbetages statt.

Während der etwa halbstündigen Veranstaltung wurden die Glanz- und die Tiefpunkt-Zeiten des Gebäudes in Wort und Bild von Propst Helmut Liersch und Dechant Kuno Kohn dargestellt. Mittelalterliche Klänge und Gesänge umrahmten das Gedenken.

Was will der Arbeitskreis "resurrectio II"? Es geht um "1 Hektar Weltkulturerbe". Der "Dom" war eine der bedeutendsten Kirchen des Heiligen römischen Reiches , Vorbild für Bauten wie Braunschweiger Dom etc. Der Platz hat für die europäische Geschichte herausragende Bedeutung. Die jetzige Gestaltung ist daher unbefriedigend. Kaum eine andere Stadt leistet es sich, auf einem so geschichtsträchtigen Ort Autos abzustellen! Es ist die einzige nicht überbaute Ruine in Goslar, die nicht hervorgehoben ist (anders als Johannes im Bergedorf, Petersberg, Georgenberg, Heiliges Grab).

Der Arbeitskreis sucht Sponsoren für eine ausführliche Dokumentation der Quellen, Freiräumen des Platzes, Ausgrabungen, wissenschaftliche Publikationen, populäre Veröffentlichungen, einen Ideenwettbewerb für die künftige Gestaltung, die Errichtung sichtbarer Strukturen in noch zu entscheidender Form. Eine Vereinsgründung ist geplant.

Helmut Liersch

Projekt Goslarer Dom

"1 Hektar Weltkulturerbe"

Was will der Arbeitskreis "resurrectio II"?

Unter dem Pflaster des heutigen Parkplatzes "Kaiserpfalz" liegen die Fundamente des "Goslarer Doms". Der Arbeitkreis ruft zu einem würdigen Umgang mit diesem besonderen Ort auf. Dazu gehören: