Drei Glaubensbekenntnisse

Theologischer Gesprächskreis der Marktgemeinde 2007



Dieses Bekenntnis meines Glaubens soll mir helfen, meine Existenz zwischen Geburt und Tod als sinnvoll zu erleben.
Ich glaube..
dass Gott die Welt erschaffen hat und ich ein Teil dieser Schöpfung bin!
Ich glaube…
dass Jesus in historischer Zeit den Menschen das Evangelium verkündigte und von Menschen gequält und getötet wurde!
Ich glaube…
dass seitdem Gott und die Menschen durch ein großes Geheimnis verbunden sind, von dem wir mit den Worten Auferstehung und ewiges Leben sprechen!
Sven Beyer


Ich glaube, dass Gott der heutigen Menschheit Werte, die schon in der Bibel beschrieben sind, vermitteln und Halt geben wird.

Ich glaube, dass er uns von Oberflächlichkeit, Beliebigkeit, Konsumdenken und Egoismen befreien wird und zur Verinnerlichung führt, so dass wir den Sinn des Lebens erkennen werden.

Ich glaube, dass Gott der Gerechtigkeit und Freiheit auf der Welt zu einem Sieg verhelfen wird. Er hat das durch den Fall des Eisernen Vorhangs bewiesen, es werden auch noch die restlichen Diktaturen fallen, so dass Frieden auf Erden herrschen wird.

Ich glaube, dass Gott dafür sorgen wird, dass mehr Gerechtigkeit auf Erden herrscht, so dass die Reichen nicht noch reicher und die Armen nicht noch ärmer werden, dass Rassismus verschwindet und alle Menschen die gleichen Chancen bekommen werden. Dies gilt besonders für Frauen und Kinder in der gesamten Welt.

Ich hoffe, dass Gott alle Menschen lehrt, mit der Schöpfung verantwortungsvoll umzugehen, und dass der Umgang mit ihr nicht durch Ideologien, Parteien und Interessengruppen manipuliert wird.

Ich glaube, dass Gott den Menschen in dunklen Stunden beistehen und ihnen einen Weg in die Gemeinschaft aufzeigen wird.

Hartmut Hädrich


Ich glaube an Gott, den Schöpfer allen Lebens.
Ich glaube an Jesus Christus, seinen Sohn, der für uns gestorben ist.
Ich glaube an die Auferstehung Jesu, durch die wir leben, auch wenn wir sterben.
Ich glaube an die Kraft der Liebe, die alles erträgt, alles glaubt, alles duldet.
Ich glaube an eine allgemeine Kirche, die mich in der Gemeinschaft trägt.
Dr. Wolfgang Richnow
Die Texte auf diesem Blatt entstanden aus der intensiven Beschäftigung mit dem Text des Apostolicums im Theologischen Gesprächskreis im Jahre 2007.
Die Glaubensbekenntnisse wurden in einem Gottesdienst am 20.Oktober in der Marktkirche vorgetragen


Kaum zu glauben - aber wahr. Ein Buch von Hans W. Schünemann

Kaum zu glauben .... Das Apostolische Glaubensbekenntnis fehlt in keinem Gottesdienst. Doch sprechen viele Menschen es nur noch zögernd mit. Allmächtiger Gott, Jesus Sohn Gottes; Auferstehung! Wie kann man dies in einer Zeit bekennen, die tief durch die Naturwissenschaften geprägt ist?

Frage nach Gott.... Eine Klärung ist umso drängender, als glaubenskritische Menschen sehr wohl danach fragen, was ihrem Leben Grund und Sinn gibt. Und das ist doch ihre Frage nach Gott!? Freilich suchen sie die Antwort oft nicht mehr in der christlichen Kirche und im christlichen Glauben.

Tragfähigkeit prüfen.... Eben dieser Glaube hat aber über zwei Jahrtausende vielen Menschen Halt und Orientierung gegeben. Das Buch stellt sich deshalb die Frage: Wie lässt sich die Tragfähigkeit der christlichen Botschaft, die im Glaubensbekenntnis formuliert ist, neu ergründen und mit Worten und Vorstellungen unserer Zeit ausdrücken?

Zurück zum Ursprung.... Der Autor führt zu jeder Aussage des Glaubensbekenntnisses fiktive Gespräche mit Jüngerinnen und Jüngern Jesu. Sie sollen den Leser möglichst nah an die Zeit heranbringen, in der dieser Glaube entstanden ist - und an die Person, die ihn begründet hat: Jesus von Nazareth.

.... aber wahr.... Auf die Gespräche folgen in leicht verständlicher Sprache erläuternde Teile, in denen die Aussagen der Jünger vertieft werden. Dabei weicht das Buch den kritischen Fragen unserer Zeit nicht aus. Es zeigt, dass das Glaubensbekenntnis eine Tiefenwahrheit enthält, die auch heute unser Leben leiten kann.

Für wen?

Das Buch ist von einem theologisch interessierten Juristen für Laien geschrieben:

  • zur persönlichen Vergewisserung und zur Klärung von Zweifeln
  • als ein erster Kontakt mit einer fremd erscheinenden Botschaft
  • zur Vertiefung in Gesprächskreisen
  • Hans W. Schünemann, Kaum zu glauben - aber wahr. Mit den Jüngern dem Glaubensbekenntnis auf der Spur. Illustrationen von Vladimir Mir, 2007, 300 S., 17,80 €.

    (Schnelle portofreie Lieferung auch durch den Autor: Tel: 05341 833003; Mail: hans@hansw.de )