Ausstellung "Leben im Verborgenen - Menschen ohne Pass und Papiere in Deutschland"

Ausstellung "Leben im Verborgenen" - ein Resümee

"Danke für die Initiative, die Ausstellung nach GS zu holen. Vieles wusste ich vorher nicht, bin fassungslos, wie es klafft zwischen Grundgesetz u. Realität. Hoffe, dass viele - wie ich - wacher werden und wie Bischof Weber es formulierte, mehr Mut zur Zivilcourage die Folge der Ausstellung ist. Ich bin dabei!"

So ist es festgehalten im Gästebuch der Ausstellung "Leben in Verborgenen." Wir Veranstalter freuen uns, über das große Interesse, welches die Ausstellung in Goslar fand. Wir danken herzlich allen, die uns bei der Durchführung tatkräftig unterstützt haben, besonders dem Aufsichtspersonal der Marktkirchengemeinde.

Überraschend hatten sich zur Ausstellungseröffnung am 19.7.2009 ca 80 Interessierte eingefunden. (siehe GZ und EZ Berichte) Dankbar sind wir, dass es zu einer Begegnung bei einem privaten Kaffeetrinken zwischen dem Landesbischof Dr.Weber, Propst Liersch und Goslarer Flüchtlingen gekommen ist. Erfreut erwähnen möchten wir auch, dass sowohl der Oberbürgermeister Binnewies als auch Landrat Manke sich in der Marktkirche zur Gesprächsrunde am 5.8.2009 mit dem Landesbischof Dr.Weber, Kai Weber vom Flüchtlingsrat u.a. eingefunden hatten. Die CDU - Politiker sind der Einladung leider nicht gefolgt. (siehe GZ - Berichte)

Erstaunt hat uns, dass viele junge Menschen sehr interessiert an dem Thema illegale Flüchtlinge waren. Fast 1000 Flyer sind von den Besuchern mitgenommen worden. Wie gut, dass auch die Goslarer Oberstufen der Gymnasien sich mit dem Problem der Illegalität mit Schulbeginn noch befasst haben.(GZ vom 15.8.2009) Denn sie werden mit Menschen erwachsen, die unser Staat - politisch gewollt - gesellschaftlich ausgrenzt und perspektivlos hält. Die Probleme, die daraus entstehen, muss diese Generation eines Tages lösen.

Nun ist die Ausstellung nach Hildesheim weitergewandert. Dennoch wollen wir in Goslar nicht müde werden, weiterhin Aufklärungsarbeit zu leisten. Wer die Ausstellung mit den Veranstaltungen verfolgt hat, weiß: Wir brauchen in Deutschland dringend ein Zuwanderungsgesetz mit menschlichem Antlitz. Es darf nicht rechtens sein, Menschen nachts ohne Vorwarnung abzuschieben, skrupellos Familien zu trennen, Kinder von Bildung auszuschließen und Menschen mit Arbeits- und Ausbildungsverbot bestrafen zu können. Denn Flüchtlinge sind Menschen und als solche für uns Christen auch Kinder Gottes. Der Landesbischof hat es so formuliert: "Wir brauchen eine Kategorie des Erbarmens im Recht." Solange das Ausländergesetz aber nicht so formuliert ist, müssen wir Christen uns eben mit Kirchenasyl und privatem Engagement rechtswidrig verhalten. Damit verachten wir nicht die Rechtsordnung unseres Staates. Denn wir stehen mit unserem Verhalten auf dem Boden des Grundgesetzes.

Wenn im Gästebuch steht: "Ich schäme mich Deutsche zu sein", sage ich: Ich schäme mich, dass wir in Deutschland Politiker gewählt haben, die unser Grundgesetz und die christliche Nächstenliebe mit Füßen treten. Wer will, kann eine Änderung herbeiführen. Ich will und arbeite daran jeden Tag!

Uta Liebau

Landessynodale der Braunschweigischen Landeskirche Vorstandsmitglied Verein "Leben in der Fremde" Goslar

Pressespiegel zur Ausstellung "Leben im Verborgenen"

Quelle : Goslarsche Zeitung

Quelle : Goslarsche Zeitung

Quelle : Evangelische Zeitung

Quelle : Gemeindebrief Marktgemeinde

Quelle : Goslarsche Zeitung

Quelle : Goslarsche Zeitung

Quelle : Evangelische Zeitung

Quelle: Goslarsche Zeitung

Quelle : Goslarsche Zeitung

Quelle : Goslarsche Zeitung