Ruach-Skulptur von Gesa Liersch

Material: Zirbenstamm
Entstehungsjahr: 1998

Das Werk stellt die Weiblichkeit in den Mittelpunkt der Darstellung und bringt sie in Verbindung mit der schöpferischen Potenz Gottes. Darauf weist die hebräische Inschrift auf der stolz mit beiden Händen gehaltenen Scheibe: RUACH.
Dieses Wort kommt erstmals im 2. Vers des ersten Buches der Bibel vor. Gewöhnlich wird "Heiliger Geist" als männlich vorgestellt. Der hebräische Begriff für Geist aber wird in der Bibel überwiegend im Femininum verwendet. Auch in der mittelalterlichen Theologie war die Vorstellung der "Heiligen Geistin" präsent. Darauf weist etwa ein Fresko in der Kapelle von Urschalling am Chiemsee, durch welches diese Arbeit inspiriert ist. In den vorherrschenden Strömungen der Theologie ist dieser Aspekt verschüttet. Somit geht es hier um eine Reintegration der Weiblichkeit in die christliche Theologie und in den persönlichen Glauben.

Zur Künstlerin:

Gesa Liersch: geboren 1974 in Wolfenbüttel, Holzbildhauerin und Dipl.-Kreativ-Therapeutin (bc), lebt und arbeitet in Südtirol / Italien

Weitere Werke in Kirchen:


Bremen-Gröpelingen: Hochzeitsbank, Liebenburg: Auferstehungs-Christus, Gustedt: Osterleuchter, Klein Elbe: Osterleuchter, Windhausen: Taufengel (ab 2006)

Kontakt: über Imogen Liersch, Telefon 05321/22921 oder 304585 (auf Nachfrage ist ein Relief der "Trinität" von Ur-schalling, hergestellt von Gesa Liersch, zu erwerben)

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