Swinging Christmas

Swinging Christmas in der Marktkirche 2017

Voller Sound und volle Kirche

Bildergalerie des Konzertes "Swinging Christmas"

Die Fans hatten sie im letzten Jahr schon vermisst - aber nach einem Jahr Pause konnte man die Gruppe Plum Jam in diesem Jahr in altbewährter Besetzung wieder in der Marktkirche hören und sehen.

Wer keinen Kalender in der Tasche hatte, war verwirrt und konnte meinen es wäre der 24.Dezember 2017, als er die Marktkirche kurz vor 19.00 Uhr betrat, aber es war erst der 21. Dezember. Die Kirche war "rappelvoll". Stühle wurden herangeschleppt, alle wollten dabei sein.

Was danach kam, zeigte wieder, dass die Gruppe "Plum Jam" mit Jarek Bartoszek (ts), Bogdan Izdebski (bs), Felix Roscher (p) und Ansgar Ruppert (dr) verstärkt durch Ralph Beims (voc) mit Jazztiteln, Popsongs und Weihnachtsliedern das Publikum begeistern konnten.

Die erste Überraschung im Programm war ein Lied von Martin Luther (Gelobet seist du, Jesu Christ (EG23), welches Ralph Beims sang und von Plum Jam begleitet wurde. Das Lied wurde als Abschluß der Reformationsfeierlichkeiten angekündigt und hörte sich in seiner neuen Interpretation sehr schön und interressant an. Es folgten eine Reihe von Klassiker des Modernen Jazz wie z. B. So What, Stella by Starlight und Over the Rainbow, welche, wie immer, sehr gut arrangiert und gespielt waren. Die besten Stücke kamen jedoch m. E. im letzten Drittel der Veranstaltung.

Es fing am mit "White Christmas", sicher allen bekannt in der Version von Bing Crosby - ich dachte mir:"Muss das sein..."

Was dann kam war sensationell. White Christmas kam in Form eines Blizzards - Felix Roscher und die Rhythmusgruppe spielten der Sturm, interpretiert durch ein Vamp bzw. Orgelpunkt vom Klavier gespielt (ich denke an Keith Jarrett), das eigentliche Thema wurde von Jarek Bartoszek nur bruckstückhaft dazwischen gestreut. Ein völlig neues "White-Christmas"-Gefühl.

Danach folgte "Am Weihnachtsbaume die Lichter brennen" - Copacabana in der Marktkirche im Bossa Nova bzw. Mambo-Stil - sehr gut.

Als Schlußstück wurde noch "In the Christmas Mood" gespielt - Glenn Miller lässt grüßen - das Publikum ist begeistert. Standing Ovations. Ein Schlaflied als Zugabe, damit alle beruhigt nach Hause gehen können.

Wie sagt man im modernen Deutschland - "Gerne wieder 2018".

Ein frohes Weihnachtsfest und "Keep Swinging" wünscht

Hartmut Hädrich



Swinging Christmas in der Marktkirche 2015

Five Years Jubilee - die Marktkirche swingt!

Swinging Christmas 2015 Bildergalerie

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Am 18.12.2015 versammelte sich zum 5. Mal die Jazzszene in der Marktkirche. Bei frühlingshaften Temperaturen, trafen sich wieder viele Anhänger von Jazz und Pop, das Kirchenschiff war nahezu voll.

Die Gruppe "Plum Jam" - Pflaumenmarmelade mit Jarek Bartoszek (ts), Felix Roscher (p), Bogdan Izdebski (b), Ansgar Rupert (dr) spielte auf. Unterstützt wurde das Quartett durch Pfarrer Ralph Beims, der auch in diesem Jahr bewies, dass er nicht nur Kirchenlieder und Klassik singen will und kann.

Angepasst an die Witterung in Goslar und die, welche auf der südlichen Halbkugel in dieser Jahreszeit sommerlich ist, wie uns Herr Beims versicherte, hatte das Programm in diesem Jahr einen eindeutigen Bossa Nova Touch.

Bei den Titeln "Samba de Verão"(Summer Samba oder So nice) oder "Manhã de Carnaval" vom Altmeister des Bossa Nova Luiz Bonfã, kam neben dem Weihnachtsmarkt, nur durch eine Mauer getrennt, eine gewisse Copacabana-Stimmung auf. Auch die Zugabe stammte aus Südamerika.

Der 2. Musikblock war mehr den Evergreens im Jazz gewidmet. Mit "Somewhere(There is a place for us)" von Leonard Bernstein aus der Westside Story, "My Favourite Things (Richard Rodgers), berühmt durch die Version von John Coltrane" und "Stardust (Hoagy Carmichael)" welches von sehr vielen Musikern gecovert wurde wie z.B. von Benny Goodman, Nat King Cole, Ella Fitzgerald u.v.a. Es ist noch zubemerken, dass es sich bei "My Favourite Things" um ein Weihnachtslied handelt.

Auch die deutschen Weihnachtsklassiker "Süßer de Glocken nie klingen" und "Stille Nacht, heilige Nacht" wurden gespielt, wenn auch in einer erheblich weniger getragenen, dafür leicht groovigen Version. Hier und auch bei "Somewhere" zeigte Ralph Beims sich wieder von seiner stimmlich starken Seite.

Auch an diesem Abend wieder - viel Beifall für eine sehr gute Gruppe.

Die fünf Interpreten zeigten auch dieses Mal, dass mit Jazz eine besinnliche aber auch fröhliche Weihnachtsstimmung aufkommen kann.

Wir können froh und dankbar sein, dass wir in Goslar eine solch gute Jazzformation haben, und dass die Marktgemeinde jetzt schon seit 5 Jahren ein solches Konzert möglich macht. Die Jugend in der Stadt, aber nicht nur die Jugend (den Jazz gibt es schon seit ca. 100 Jahren) wird es danken.

Deshalb vielen Dank an die Band, Herrn Beims und an die Veranstalter, welche dieses Konzert möglich gemacht haben.

Hartmut Hädrich



Swinging Christmas in der Marktkirche 2014

Trotz Sturm und Regen - die Marktkirche swingt!

Swinging Christmas 2014 Bildergalerie

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Am 12.12.2014 war es wieder soweit. Zum vierten Mal wurde es vor Weihnachten in der Marktkirche jazzig. Trotz strömendem Regen und um die Kirche brausenden Orkanböen, versammelten sich so viele Anhänger von Jazz und Pop, wie noch nie zuvor bei dieser Veranstaltung. Die Kirche war voll!

Die Gruppe "Plum Jam" - Pflaumenmarmelade mit Jarek Bartoszek (Saxophon), Felix Roscher (Klavier, Keyboards), Bogdan Izdebski (Kontrabass), Ansgar Rupert (Schlagzeug) spielte auf. Verstärkt wurde das Quartett durch Pfarrer Ralph Beims, der auch in diesem Jahr wiederum zeigte, dass er Frank Sinatra, Bing Crosby und Dean Martin Konkurrenz machen kann und nicht nur Kirchenlieder singen will und kann.

An Jazztiteln stand u.a. die Ballade "Somewhere over the rainbow" auf dem Programm. Dieses Lied ist eines der berühmtesten Titel der Jazzgeschichte. Es stammt aus den 30er Jahren und wurde von Judy Garland berühmt gemacht (Filmmusik aus der Zauberer von Oz). Es bekam 1940 einen Musik-Oscar und führt die Liste der "Songs of the Century" an. (Berühmte und interessante Fassungen: Ella Fitzgerald, Keith Jarrett, Art Pepper, Eva Cassidy). Weiterhin wurde "A child is born" von Thad Jones gespielt. (Berühmte Fassungen: Tony Bennett, Bill Evans, Hank Jones). Mit "Hymn to Freedom" von Oscar Peterson lenkte die Gruppe den Blick auf das Thema "Frieden in der Welt", um den es bekanntlich in dieser Zeit nicht gut bestellt ist. Ralph Beims fügte deshalb zum gleichen Thema noch ein sehr schönes Lied, welches er nur mit Klavierbegleitung sang, zusätzlich in das Programm ein.

Bei den Pop-Songs gefiel besonders die Version von "White Christmas", da dieser eher "abgenutzte" Titel in einem Arrangement von Felix Roscher komplett "jazzig runderneuert" wurde. Blue Notes und eine Hauch von Monk und Jarrett strömten durch die Kirche!

Interessant war auch ein Titel "Szara koleda" von Krzysztof Komeda. Komeda war ein polnischer Komponist und Pianist, der in Polen den gleichen musikalischen Rang besitzt wie Frederic Chopin. Wer sich für diesen Künstler interessiert, dem sei die CD "Komeda" des hervoragenden polnischen Pianisten Leszek Mozdzer empfohlen.

Den Abschluß bildete "Auld Lang Syne", ein altes schottisches Lied (1711). Es ist eines der bekanntesten Abschiedslieder und wird in England regelmäßig in der "Last Night of the Proms" als letztes Lied gespielt. Selbst Jimi Hendrix hat sich an diesem Stück versucht! Außerdem wird es traditionell in der Pfadfinderbewegung als Abschiedslied gesungen. "Nehmt Abschied, Brüder, ungewiß ist alle Wiederkehr, die Zukunft liegt in Finsternis, und macht das Herz uns schwer."

Auch den Zuhörern fiel der Abschied nach so einem schönen Abend schwer, eine Zugabe machte ihn leichter - viel Beifall für eine sehr gute Gruppe.

Die fünf Interpreten zeigten wieder einmal, dass auch mit Jazz eine besinnliche aber auch fröhliche Weihnachtsstimmung aufkommen kann. Das ständig wachsende Interesse, auch besonders von jüngeren Zuhöreren, beweist, dass Jazz hier in Goslar nicht nur im Kulturkraftwerk, im Kö oder der Musikschule gespielt wird, sondern auch in der Marktkirche seinen Platz hat.

Vielen Dank auch an die Veranstalter, welche dieses Konzert möglich gemacht haben.

Hartmut Hädrich



Swinging Christmas in der Marktkirche 2013

Blue Notes and (White) Christmas

Swinging Christmas 2013 Bildergalerie

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Am 20. Dezember 2013 war es wieder soweit. Die Marktgemeinde lud nun schon zum 3.Mal in Folge zu der Veranstaltung "Swinging Christmas" ein. Seit 2012 findet die "Session" früher statt, so dass auch die jüngeren Jazz- und Popfans auf ihre Kosten kamen. Auffällig war das stark gestiegene Interesse an dem Konzert. Während die Kirche 2011 nur zu einem Drittel gefüllt war (siehe Bild 16 in der Galerie 2011), war das Kirchenschiff 2013 praktisch voll.

Das Quartett "Plum Jam" mit Jarek Bartoszek (sax.), Bogdan Izdebski (bass), Felix Roscher (piano) und Ansgar Ruppert (drums) spielte zusammen mit Ralph Beims (voc) Jazztitel, Popsongs und Weihnachtslieder.

Bei den Jazztiteln war das Programm in erster Linie von von Balladen geprägt. So begann der Abend mit einer Instrumentalversion des langsamen Stückes "It never entered my mind", von Richard Rodgers (Bekannte Versionen von Franz Sinatra, Miles Davis). Das Stück hört sich den ersten Blick einfach an, wird aber im zweiten Teil ziemlich komplex für die Interpreten. Nicht jedoch für Plum Jam. Weitere Balladenhighlights waren der bekannten Ohrwurm "My funny Valentine" ebenfalls von Richard Rodgers (Bekannte Versionen von Chet Baker, Miles Davis), der sogar Zwischenapplaus auslöste, sowie das Stück "Laura" (Bekannte Versionen von Charlie Parker, Clifford Brown). Dieses Stück von David Raskin hat seine Ursprung in einem gleichnamigen amerikanischen Kriminalfilm im Jahre 1944 von Otto Preminger. Die faszinierende Melodie wechselt mehfach zwischen Dur und moll und gibt die zerissene Stimmung und emotionale Gebrochenheit der Nachkriegsbevölkerung in den USA wieder. Balladesk kam auch die Komposition "Night Light Echo" von Jarek Bartostek mit einer interessanten Melodie daher, mit der sich der Saxophonist dem Publikum als Komponist outete.

Nach "Night Light Echo" ging es nächtens weiter als sich Ralph Beims sich mit "Stranger in the Night" auf die Spuren des Rat Packs begab. In gekonnter Weise sang er auch des Riesenhits "I've got you under my skin" von Cole Porter (Bekannte Version von Franz Sinatra) und des Evergreens "Everybody loves somebody somewhere" von Ken Lane/Irving Taylor (Bekannte Version von Dean Martin). Ein Hauch von Las Vegas zog durch die Marktkirche!

Nicht vergessen sollte man jedoch die Weihnachtslieder "Oh come, all ye faithful" (Bekannte Version: Singers Unlimited), "Let it snow, let it snow", "Winter Wonderland" und "White Christmas" (Bekannte Version: Bing Crosby), die von Ralph Beims und Plum Jam so interpretiert wurden, dass sie dem Titel des Abends "Swinging" Christmas, alle Ehre machten.

Hervorzuheben sind die Interpretationen und Inprovisationen an den Melodieinstrumenten von Felix Roscher und Jarek Bartoszek, die viele Zuhörer aufhorchen ließen. Insbesondere die Intros von Felix Roscher zu den einzelnen Stücken waren sensationell! (Bei "White Christmas" hörte man z.B. den Schnee auf expressionistische Weise fallen, im Publikum fiel leise der Name Keith Jarrett...). Die Rhythmussektion mit Ansgar Rupert und Bogdan Izdebski sorgten für Drive und Spannung.

Ein tolles Konzert, großer Beifall, eine Zugabe - ein großes Dankeschön an die Musiker und die Marktgemeinde - hoffentlich im nächsten Jahr wieder!

Hartmut Hädrich

PS. Nach der ausverkauften Vorstellung "Single Malt Jazz" der Kreismusikschule im Kulturkraftwerk am 16.11.13, die ein großer Erfolg war, und bei der bis 1.00 Uhr morgens gejammt wurde, ist "Swinging Christmas" ein weiterer Beweis, das in Goslar ein großes Publikum für diese Musikform vorhanden ist.

Swinging Christmas 2013 Bildergalerie

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Swinging Christmas in der Marktkirche 2011

Blue Notes and White Christmas

Swinging Christmas 2011 Bildergalerie

Freitagnacht am 16.12.2011 um 21.30 lud die Marktgemeinde zu ungewöhnlicher Zeit zu einem (kirchenmusikalisch betrachtet) ungewöhnlichen Konzert ein. Das Quartett "Plum Jam" mit Jarek Bartoszek (sax.), Bogdan Izdebski (bass), Felix Roscher (piano) und Ansgar Ruppert (drums) spielte Weihnachtslieder, vorwiegend aus dem "Great American Songbook", sowie Titel aus dem modernen Jazz und eigene Kompositionen. Die Gruppe wurde bei einigen Titeln durch Ralph Beims unterstützt, der an diesem Abend sich aufmachte, in Konkurrenz zu Frank Sinatra und Dean Martin zu treten.

Das Konzert begann und endete mit dem Stück "Leise rieselt der Schnee". Jazzkenner wurden am Anfang dieses Stückes gleich hinter das Licht geführt, da man nach den berühmten Bassfiguren, mit dem das Lied begann, sofort an "All Blues" von Miles Davis dachte. Wenig später ließ jedoch Felix Roscher in dem Stück mit sehr schnellen Klavierläufen aus dem hohen Register den Schnee rieseln. All Blues war damit weggeschmolzen.

Dem Publikum wurden bekannte Swing-, Pop-, Modern Jazz-Stücke wie "Norwegian Woods" (Beatles), "Rudolph the Rednose Rendeer" mit Jarek Bartoszek als Elch bzw. Rentier (siehe Fotos), dem Klassiker "My Favourite Things" (R.Rodgers, berühmteste Fassung mit John Coltrane), "I'm Dreaming of a White Christmas", "Santa Claus is Coming to Town" u.a. dargeboten.

Bemerkenswert war das lyrische und weiche Saxophonspiel von Jarek Bartoszek, der an den Schluss der meisten Stücke noch einen musikalischen und optischen Spaß setzte. Felix Roscher glänzte durch sein perfektes Spiel und seine Improvisationsfreude. Vermutlich stammten auch einige Stücke aus seiner Feder. Bogdan Izdebski mit seinem trockenen Bass und Ansgar Ruppert mit seinem Schlagzeug sorgten für den nötigen Drive der Gruppe. Ralph Beims, der als sehr guter Sänger klassischer Stücke allen bekannt ist, konnte sich auch in das neue Metier schnell hereinfinden und jammte gekonnt mit "Plum Jam" mit.

Die Interpreten stellten an diesem Abend ihre Vielseitigkeit und Virtousität auch einmal in einer Kirche unter Beweis, in der Goslarer Musikszene sind sie jedoch schon länger bekannt. Nach 1½ Stunden mit 14 Titeln endete das Konzert, begleitet von viel Beifall.

Ein toller Abend, der in dieser Form öfters einmal stattfinden sollte. Die für die späte Zeit gut gefüllte Kirche spricht für das Interesse an solcher modernen und swingenden Musik. Auch das jüngere Publikum wurde sicherlich erreicht. Herzlichen Dank an die Interpeten und die Veranstalter - Weiter so!

Hartmut Hädrich

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